Sa 26.09.
14:30
Kino
Arsenal
zu dem KalenderPanelteilnehmer*innen: Hadi Alipanah (Filmkurator und Forscher), Olena Honcharuk (Oleksandr Dovzhenko National Centre), Moderation: Vinzenz Hediger (Cinémathèque suisse)
Die gegenwärtige Archivsituation ist geprägt von Kriegen, in denen Institutionen des kulturellen Erbes zu Zielscheiben von Machtkämpfen und Gewalt werden. Es ist zugleich ein Moment der Krise des öffentlichen Vertrauens, in dem kulturpolitische Maßnahmen die Arbeit am Kulturerbe eher infrage stellen als fördern und unterstützen. Wie können Institutionen und im Bereich Kulturerbe Tätige diesen Moment bewältigen und in ihrem Umfeld und ihren Netzwerken Quellen der Resilienz finden?
Hadi Alipanah ist Filmkritiker, Journalist und Wissenschaftler. Seit 2008 schreibt er Rezensionen für spezialisierte Kurzfilmmagazine sowie für mehrere andere Zeitschriften und Zeitungen. Er organisierte Kurzfilmfestivals, kuratiert Kurzfilmvorführungen und betreut die Produktion von Hunderten von Kurzfilmen. Im Jahr 2015 gründete er FiDAN, das iranische Kurzfilmmagazin, als unabhängige Plattform zur Vorstellung iranischer Kurzfilme und Filmemacher*innen. Seine fortlaufende Forschung zur Geschichte des iranischen Kurzfilms führte ihn zur Entdeckung der Aktivitäten des Kurzfilmkollektivs Cinema-ye Azad, das zwischen 1969 und 1979 im Iran aktiv war.
Vinzenz Hediger ist Leiter der Cinémathèque suisse. Von 2004 bis 2011 war er Inhaber der Krupp-Stiftungsprofessur für Dokumentarfilmformen an der Ruhr-Universität Bochum und von 2011 bis 2026 Professor für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt. Er ist Mitbegründer von NECS – European Network of Cinema and Media Studies (necs.org) sowie Gründungsherausgeber der Zeitschrift für Medienwissenschaft (www.zfmedienwissenschaft.de).
Olena Honcharuk ist Kulturmanagerin, Museologin und Werbetexterin. Im Jahr 2000 schloss sie ihr Studium der Kulturwissenschaften an der Kiew-Mohyla-Akademie ab. Seit 2016 arbeitet sie für das Oleksandr-Dovzhenko-Nationalzentrum in Kiew – das ukrainische nationale Filmarchiv. Derzeit ist sie als Kreativdirektorin tätig und konzentriert sich auf die Erhaltung und Weiterentwicklung der Filmsammlung. Gemeinsam mit dem Team des Dovzhenko-Zentrums wirkte sie an der Eröffnung des Filmmuseums sowie an der Präsentation der Ausstellungen VUFKU. Lost & Found (2019), Flights in Dreams and Reality (2020), Il Centenario. Fellini nel mondo (2021), River Whaled Like a Wounded Beast (2023) sowie an internationalen Retrospektiven zu Sergei Parajanov (2024) und Oleksandr Dovzhenko (2026) bei.
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